|
|
Als Biobibliographie will ich - als Prof. Dr., lehrend an der FU Berlin,
HdK Berlin und an der Universität Wien - nur ganz kurz anfügen,
daß ich über die Gender-Problematik zum Denken kam, die allerdings
damals noch nicht so hieß, als ich meinen Beruf der Schauspielerin
an den Nagel hängte, um mit dem "Unbehagen" an der Frauenrolle
anders umzugehen.
Dabei fing ich an der Universität Hannover Soziologie, Psychologie
und Literaturwissenschaft zu studieren an, um 1985 dort meine Dissertation
in Soziologie abzuschließen, die den Titel trägt: "Die
Spindel der Notwendigkeit. Zur Geschichte eines Paradigmas weiblicher
Produktivität" (Hannover 1985).
In dieser Dissertation geht es darum, wie den Frauen kultur- und produktionsgeschichtlich
"der Faden aus der Hand genommen wurde". Daß dieser Faden
in erster Linie der "Lebensfaden" ist, führt zu meiner
Habilitation an der Freien Universität Berlin 1989, die den Titel
trägt: "Von der sexuellen Rebellion
zur Gen- und Reproduktionstechnologie" (Tübingen 1990).
Sie beschäftigt sich mit der Diskursgeschichte der Geschlechterdifferenz
von Aristoteles bis heute, die im Zuge der modernen Biomacht schließlich
zur Herausnahme der Lebensentstehung aus dem weiblichen Körper führt.
Und da dieses epochale Ergebnis seine archäologischen Gründe
hat, fundiert meine bisherige Arbeit ein drittes Buch, in dem es um das
Frauenopfer in der Antike geht; es wird im Kontext einer Geschichtsschwelle
untersucht, die heute ihre "Früchte" trägt. Der Titel
dieses Buches ist:
"Die Heilige Hochzeit. Studien zur Totenbraut"
(Pfaffenweiler, erste Auflage 1997; zweite Auflage 2001). Alle anderen
Veröffentlichungen sind um die damit angesprochenen Fragen zentriert,
die sich sich im Spannungsfeld Antike - Moderne - Postmoderne mit der
Gender-Problematik im kulturwissenschaftlichen Umfang auseinandersetzen.
|
|