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Seminare |
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Prof. Dr. Gerburg Treusch-Dieter ist am 19. November 2006 in Berlin gestorben.
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WS 2006/07 |
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Institut für Soziologie
Einführung: Block: |
15 686 HS DIE DEUTSCHEN STERBEN AUS Die bevölkerungspolitische Debatte um das Aussterben der Deutschen hat in einem größeren Zusammenhang eine katalysatorische Funktion, die unterschiedliche Diskursstränge verbindet. Der Alptraum von einer überalterten Gesellschaft, die eine Beraubung der Jugend darstellt, weil sie diese Vergreisung zu bezahlen habe, gehört dazu ebenso wie die Perspektive einer Arbeitslosigkeit, aus der sowohl die Auswanderung von Einheimischen, und eine von ihnen hinterlassene Städtebrache, als auch das Gegenteil folgt: die Einwanderung von Fremden, die zunehmend zu einem Bevölkerungsaustausch führt, da ihr Nachwuchs gedeihe, derjenige der Deutschen leider nicht. Familienpolitisch wird dafür die Emanzipation der Frau verantwortlich gemacht oder umgekehrt: sie soll im Verbund mit einer neuen Väterlichkeit die Vereinbarkeit von Beruf und Familie zu einem Zeitpunkt bringen, wo das Modell der Ein-Eltern-Familie und die soziale Entsolidarisierung durch verschärfte Hartz IV-Gesetze droht: Hauptsache an den politischen und ökonomischen Strukturen wird nicht gerüttelt. Dabei stehen sie, wie sich dies auch unter Bezug auf aktive Sterbehilfe und Fortpflanzungstechniken in diesem Kontext zeigen wird, längst von Grund auf infrage.
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FU-Berlin Institut für Soziologie
Einführung: Block: 06. Januar 07 |
15 711 HS MENSCHENKENNTNIS im Selbstversuch. Menschenkenntnis ist eine Form von Wissen, die in ihrem Ausgangspunkt unwissenschaftlich ist. Sie entsteht im praktischen Umgang mit Menschen, sei es, dass dieser Umgang willentlich oder unwillentlich ist. Das Seminar gibt Gelegenheit, sich selbst bei dieser Produktion von Wissen zu beobachten, wobei die dafür gewählten experimentellen Formen offen sind. Für die Durchführung des Seminars heißt dies drei Schritte an drei Tagen. Erster Tag: Besprechen der experimentellen Vorgehensweisen unter der Voraussetzung, dass die Wissensgeschichte der Menschenkenntnis einbezogen wird. Zweiter Tag: Nach einem zeitlichen Abstand schließt er die Darstellung dessen ein, was aus den Selbstversuchen mit sich und anderen im jeweiligen gesellschaftlichen Umfeld resultierte. Dritter Tag: Er impliziert die theoretische Nachbereitung der praktischen Ergebnisse im historisch-anthropologischen Zusammenhang.
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FU-Berlin Institut für Soziologie 27.November 06 |
15 675 C In diesem Colloquium werden alle Abschlussarbeiten inhaltlich besprochen, bezogen auf ihren Aufbau strukturiert und im Verlauf ihrer Fertigstellung betreut. Das Colloquium kann auch für kurze Fragen im Sinn einer Sprechstunde genutzt werden. Es findet alle drei bis vier Wochen statt, wobei die Termine sukzessive hier auf der Website zu finden sind. Mit Bernd Ternes und Frithjof Hager
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©Gerburg Treusch-Dieter last
update: 02,10.2005 webmistress: digitaldiva.de |